#8 - Reinigungskraft

Shownotes

In dieser Folge von „Mensch sein – zwischen Dienst und Leben“ richtet sich der Blick auf Reinigungskräfte.

Wir betreten morgens saubere Räume, geleerte Büros, gepflegte Flure und Orte, an denen unser Tag beginnen kann. Doch selten denken wir an die Menschen, die vorher da waren.

Reinigung bedeutet oft, dann zu arbeiten, wenn andere schon gegangen sind. Früh am Morgen. Spät am Abend. Manchmal nachts. Still, körperlich anstrengend und oft ohne Aufmerksamkeit.

Diese Folge spricht über eine Arbeit, die viele erst bemerken, wenn sie nicht gemacht wurde. Über Hygiene, Ordnung, Belastung und die Frage, warum Menschen hinter dieser wichtigen Aufgabe so oft unsichtbar bleiben.

Es geht nicht um eine Funktion. Es geht um Menschen.

Um Hände, die müde werden. Um Körper, die diese Arbeit spüren. Um Menschen mit einem eigenen Leben, eigenen Sorgen und einem Dienst, der unseren Alltag möglich macht.

Eine ruhige Reflexion über Sichtbarkeit, Respekt und Wertschätzung für Reinigungskräfte – zwischen Dienst und Leben.

Transkript anzeigen

00:00:17: Ein Raum am Abend.

00:00:21: Die Lichter gehen aus, Stühle stehen still Der Tag ist vorbei.

00:00:28: Die letzten Menschen nehmen ihre Sachen und gehen nach Hause Und dann kommen jemand Leise unbemerkt Ohne Aufmerksamkeit.

00:00:47: Reinigungskraft ein Beruf den vielen erst bemerkten wenn er fehlt.

00:00:57: Reinigung bedeutet früh da zu sein oder später zu gehen, nachts zu arbeiten.

00:01:06: Allein still!

00:01:12: Es bedeutet Räume zu betreten nach dem anderen gegangen sind, Spuren zu beseitigen Ordnung herzustellen damit der nächsten Tag überhaupt beginnen kann.

00:01:30: und vielleicht ist es genau das was man so leicht übersieht.

00:01:37: wenn wir morgens einen sauberen Raum betreten Sehen wir das Ergebnis, aber nur selten den Menschen der dafür da war.

00:01:52: Hygiene Sauberkeit Präsenz All das wird erwartet als wäre es einfach da.

00:02:06: Aber dahinter steht ein Mensch Ein Mensch der trägt Der Anfasst Der Verantwortung übernimmt Ein Mensch mit Händen die am Ende des Tages müde sein können, mit einem Rücken der die Arbeit spürt.

00:02:33: Mit deinem eigenen Zuhause!

00:02:36: Mit Menschen, die vielleicht warten – mit deinem Leben das nicht erst dann beginnt wenn unseren Räume sauber sind.

00:02:49: Vielleicht beginnt der eigenen Tag genau dann, wenn unsere Gesellschaft schon zu Ende geht?

00:03:00: Vielleicht fährt jemand nach Hause während andere gerade schlafen.

00:03:08: Vielleicht beginnt am nächsten Morgen alles wieder von vorn – nicht als Putzmann, nicht als Putzfrau sondern als Mensch der da ist und trotzdem werden diese Menschen oft nicht gesehen.

00:03:34: selten wird Danke gesagt vielleicht gibt es manchmal nicht einmal einen Blick keinen Gruß keine kurze Frage wie es ihnen geht als wären sie Teil des Raumes, aber nicht Teil unserer Aufmerksamkeit.

00:04:00: Viel wird verlangt, viel versprochen und nicht alles gehalten – Arbeitzeiten die erschöpfen, Strukturen die wenig schützen, Zeitdruck körperlich Belastung und Arbeit, die gründlich sein soll auch wenn kaum Zeit dafür bleibt.

00:04:26: Und am Ende stehen oft genau diesen Menschen am Rand.

00:04:33: Und ich frage mich, wann haben wir angefangen darüber hinwegzusehen?

00:04:41: Wann wurde aus Arbeit die unseren Alltag ermöglicht etwas das wir einfach erwarten.

00:04:50: Was sagt es über uns aus wenn wir einen sauberen Raum bemerken aber nicht den Menschen der ihn gereinigt hat?

00:05:03: und wer sieht diese Menschen Wenn die Arbeit schwer wird, wenn sie selbst Unterstützung brauchen.

00:05:18: Dieser Podcast kann ihre Arbeitsbedingungen nicht verändern.

00:05:23: Er kann die Müdigkeit nicht abnehmen und er kann nicht ersetzen was an Unterstützung fehlt aber vielleicht kann er etwas sichtbar machen den Mensch hinter der sauberen Tür unter dem gelehrten Mülleimer hinter dem Raum in dem unserem Tag beginnt.

00:05:51: Dieser Dank kommt nicht immer von dort, wo er entstehen müsste – aber vielleicht kann er hier beginnen!

00:06:03: Danke dass ihr da seid.

00:06:06: Danke das Ihr Räumes schafft, in denen anderen Leben arbeiten und sich bewegen können.

00:06:15: Danke dass Ihr Ordnung schafft nachdem Anderen ihre Spuren hinterlassen haben.

00:06:24: Danke Trotz Müdigkeit, trotz fehlenden Anerkennung.

00:06:30: Trotz der Momente in denen niemand hinsieht und vielleicht geht es genau darum zu sehen was sonst unsichtbar bleibt.

00:06:46: ihr seid nicht unsichtba Nicht Tier!

00:06:51: Nicht als Bezeichnung, nicht als Funktion sondern als Menschen zwischen Dienst und Leben Danke.

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